Seit dem Sommersemester 2020 nutzt die Technische Universität Berlin Zoom als zentrale Plattform für Online-Lehre und virtuelle Meetings. Die Entscheidung fiel nach einem umfangreichen Evaluationsprozess, der auch Datenschutzaspekte berücksichtigte. Dieser Artikel beleuchtet, wie Zoom an der TU Berlin eingesetzt wird, welche Alternativen existieren und welche Missverständnisse es gibt.
Wie die TU Berlin Zoom in der Praxis einsetzt
Die TU Berlin stellt allen Studierenden und Lehrenden über den Dienst “Zoom tu berlin” Zugang zu professionellen Videokonferenzen bereit. Die Plattform wird vor allem für Vorlesungen, Seminare und Prüfungen genutzt, aber auch für Verwaltungssitzungen und Beratungsgespräche. Ein zentraler Vorteil ist die Integration in das Campus-Management-System, sodass Nutzer sich mit ihren regulären Hochschulzugangsdaten anmelden können. Wer sich weiter einlesen möchte, findet in unser Überblick zu zoom tu berlin zusätzlichen Kontext
Die Einführung erfolgte schrittweise. Zunächst testeten ausgewählte Fakultäten die Software, bevor sie hochschulweit ausgerollt wurde. Dabei spielten Stabilität und Bedienbarkeit eine große Rolle. Nach Angaben des Hochschulrechenzentrums liegt die Zufriedenheit der Nutzer im Allgemeinen hoch, auch wenn es anfangs technische Herausforderungen gab.
Ein konkretes Beispiel: Im Fachbereich Elektrotechnik werden wöchentlich über 50 Vorlesungen per Zoom übertragen. Die Aufzeichnungsfunktion ermöglicht es Studierenden, verpasste Sitzungen nachzuholen. Diese Praxis hat sich bewährt und wird auch nach der Pandemie beibehalten.
Zoom im Vergleich zu anderen Videokonferenz-Tools
Neben Zoom nutzt die TU Berlin auch andere Tools wie Webex und BigBlueButton. Der entscheidende Unterschied liegt in der Skalierbarkeit und den Funktionen. Zoom bietet eine höhere Teilnehmerzahl pro Meeting und eine stabilere Verbindung bei großen Vorlesungen. Webex punktet dagegen mit stärkeren Sicherheitsfunktionen, während BigBlueButton als Open-Source-Lösung besonders für interaktive Formate geeignet ist.
Die Wahl des Tools hängt vom Einsatzzweck ab. Für Prüfungen mit Aufsicht wird häufig Webex bevorzugt, da es spezielle Überwachungsfunktionen bietet. Für reguläre Lehrveranstaltungen setzen die meisten Dozenten auf Zoom, weil es einfacher zu bedienen ist. Diese Aufteilung hat sich in der Praxis bewährt.
Ein Nachteil von Zoom ist die begrenzte Anpassbarkeit an hochschulspezifische Anforderungen. So fehlen beispielsweise erweiterte Whiteboard-Funktionen, die in BigBlueButton integriert sind. Dennoch bleibt Zoom die erste Wahl für große Veranstaltungen. Weitere gesicherte Angaben sind in Video Konferenzen – TU Berlin über Zoom (Ein Service von Zecm) zusammengefasst
Werkzeuge und Ressourcen für Zoom-Nutzer an der TU Berlin
Die TU Berlin bietet eine umfangreiche Unterstützung für Zoom-Nutzer. Dazu gehören Online-Tutorials, ein Helpdesk und regelmäßige Schulungen. Auf der offiziellen Website finden sich Anleitungen zur Einrichtung von Meetings, zur Verwaltung von Wartezimmern und zur Nutzung von Breakout-Räumen. Diese Ressourcen sind speziell auf die Bedürfnisse von Studierenden und Lehrenden zugeschnitten.
Ein besonders nützliches Werkzeug ist der Zoom-Client für mobile Geräte. Damit können Studierende auch unterwegs an Vorlesungen teilnehmen. Die App ist kostenlos und mit den gleichen Zugangsdaten nutzbar wie die Desktop-Version. Zudem gibt es eine Integration mit dem Kalendersystem der Universität, sodass Einladungen automatisch in den Stundenplan übernommen werden.
Für Lehrende stehen zusätzlich erweiterte Funktionen zur Verfügung, wie die Möglichkeit, Umfragen durchzuführen oder Bildschirmfreigaben zu steuern. Diese Funktionen werden in den Schulungen detailliert erklärt. Die Nachfrage nach diesen Schulungen ist hoch, was zeigt, wie wichtig die Plattform für den Lehrbetrieb geworden ist.
Häufige Missverständnisse über Zoom an der TU Berlin
Ein verbreitetes Missverständnis ist, dass Zoom an der TU Berlin nur während der Pandemie genutzt wurde. Tatsächlich wird die Plattform auch heute noch regelmäßig eingesetzt, insbesondere für hybride Lehrformate. Ein weiteres Missverständnis betrifft die Datensicherheit. Viele glauben, dass Zoom unsicher sei, aber die TU Berlin hat spezielle Datenschutzeinstellungen konfiguriert, die den Anforderungen der DSGVO entsprechen.
Ein drittes Missverständnis ist, dass die Nutzung von Zoom kostenpflichtig sei. Für Angehörige der Universität ist die Nutzung jedoch vollständig kostenlos. Die Kosten trägt die Hochschule im Rahmen eines Campus-Lizenzvertrags. Diese Informationen sind auf der Website des Rechenzentrums klar dokumentiert.
Schließlich wird oft angenommen, dass Zoom nur für Vorlesungen geeignet sei. Dabei wird übersehen, dass die Plattform auch für Workshops, Konferenzen und sogar für virtuelle Messen genutzt wird. Die Vielseitigkeit von Zoom wird häufig unterschätzt.
| Funktion | Zoom | Webex | BigBlueButton |
|---|---|---|---|
| Maximale Teilnehmerzahl | Hoch (je nach Lizenz) | Mittel | Niedrig |
| Aufzeichnung | Ja | Ja | Ja |
| Breakout-Räume | Ja | Ja | Ja |
| Open Source | Nein | Nein | Ja |
Frequently Asked Questions
Wie unterscheidet sich Zoom tu berlin von der kostenlosen Zoom-Version?
Die Campus-Lizenz der TU Berlin bietet erweiterte Funktionen wie längere Meeting-Dauern, höhere Teilnehmerzahlen und eine Integration in das Hochschulnetz. Im Gegensatz zur kostenlosen Version gibt es keine Zeitlimits für Einzelgespräche, und die Datenschutzeinstellungen sind an die DSGVO angepasst.
Warum hat sich die TU Berlin für Zoom entschieden?
Die Entscheidung fiel nach einem Vergleich mehrerer Anbieter im Jahr 2020. Ausschlaggebend waren die einfache Bedienbarkeit, die hohe Stabilität auch bei großen Teilnehmerzahlen und die Möglichkeit, Meetings aufzuzeichnen. Zudem bot Zoom zu diesem Zeitpunkt die beste Integration in bestehende Hochschulsysteme.
Ist Zoom an der TU Berlin heute noch im Einsatz?
Ja, Zoom wird weiterhin aktiv genutzt, insbesondere für hybride Lehrveranstaltungen und Online-Prüfungen. Die Universität hat die Lizenz verlängert und bietet weiterhin Schulungen an. Die Nachfrage ist ungebrochen, da viele Dozenten die Flexibilität schätzen.
Wie viele Studierende nutzen Zoom an der TU Berlin?
Die genaue Zahl wird nicht veröffentlicht, aber nach Schätzungen des Rechenzentrums nutzen mehrere tausend Studierende und Lehrende die Plattform regelmäßig. Die Auslastung ist während der Vorlesungszeit besonders hoch, was die Serverkapazitäten zeitweise an ihre Grenzen bringt.
Gibt es Datenschutzbedenken bei Zoom an der TU Berlin?
Die TU Berlin hat spezielle Einstellungen vorgenommen, um die Datenverarbeitung DSGVO-konform zu gestalten. Dazu gehören die Speicherung auf europäischen Servern und die Verschlüsselung der Übertragung. Dennoch empfehlen Datenschutzbeauftragte, sensible Gespräche über alternative Plattformen zu führen.
