In den späten 1970er Jahren tauchte in australischen Friseursalons ein Schnitt auf, der die Modewelt spalten sollte. Der Vokuhila, kurz für “vorne kurz, hinten lang”, wurde zur Signaturfrisur einer ganzen Generation. Heute erlebt der Stil bei Damen eine Renaissance, die weit über nostalgische Retro-Partys hinausgeht.
Kulturelle Wurzeln: Vom Arbeiterlook zum Laufsteg
Die Ursprünge des Vokuhila liegen nicht in der High Fashion, sondern im Alltag. Schon in den 1970er Jahren trugen australische Schwimmer und Arbeiter diese Frisur, um Nackenfreiheit mit stylischem Deckhaar zu verbinden. Der Durchbruch gelang jedoch erst mit Pop-Ikonen wie David Bowie, die den Schnitt in den Mainstream katapultierten. Wer sich weiter einlesen möchte, findet in Hyazinthe: Mythos, Anbau und Pflege der Frühlingsblume zusätzlichen Kontext
In den 1980er Jahren wurde der Vokuhila zum Symbol des Aufbruchs. Frauen wie die Sängerin Pat Benatar zeigten, dass der Stil auch weiblich wirken kann. Die Frisur galt als Ausdruck von Selbstbewusstsein und Nonkonformismus. In Deutschland verbreitete sich der Begriff “Vokuhila” erst in den 1990er Jahren, als der Stil bereits wieder aus der Mode geraten war.
Die feministische Lesart ist interessant: Während Männer den Vokuhila oft mit Macho-Attitüde verbanden, nutzten Frauen ihn als Statement gegen starre Geschlechterrollen. Diese Ambivalenz macht den Schnitt bis heute faszinierend.
So gelingt der moderne Damen-Vokuhila: Schritt für Schritt
Wer heute einen Vokuhila trägt, muss nicht in die 80er zurück. Moderne Varianten setzen auf weiche Übergänge und individuelle Anpassung. Der erste Schritt ist die Beratung beim Friseur, denn der Schnitt muss zu Gesichtsform und Haarstruktur passen.
Der klassische Ablauf beginnt mit dem Abteilen des Deckhaars. Der Friseur schneidet die obere Partie auf Kinn- oder Wangenlänge, während das Hinterhaar gestuft wird. Entscheidend ist der Nackenbereich: Hier bleibt das Haar länger, oft bis zum Kragen. Ein guter Vokuhila lebt von der Balance zwischen kurz und lang.
Für feines Haar eignet sich ein eher dezenter Vokuhila mit weniger Kontrast. Lockiges Haar verträgt mehr Länge im Nacken, da sich die Locken beim Trocknen zusammenziehen. Wer unsicher ist, sollte mit einer Übergangslänge starten – so lässt sich der Stil leichter korrigieren. Einen breiteren Überblick liefert Vokuhila Frauen: So sieht diese Frisur aus – Visavis Friseur
Die Pflege ist unkompliziert, erfordert aber regelmäßiges Nachschneiden. Alle sechs bis acht Wochen sollte der Nackenbereich nachgeformt werden, sonst verliert der Schnitt seine Kontur. Styling-Produkte wie Texturspray oder Wachs helfen, die einzelnen Partien zu betonen.
Hinter den Kulissen: Was Friseure über den Vokuhila denken
Friseure beobachten die Vokuhila-Welle mit gemischten Gefühlen. Viele begrüßen die Rückkehr des Schnitts, weil er handwerkliches Können erfordert. Andere warnen vor unüberlegten Nachahmungen, die oft in Friseursalons landen, die mit dem Stil wenig Erfahrung haben.
Die Technik hat sich seit den 80ern verfeinert. Statt harter Kanten setzen moderne Friseure auf weiche Übergänge und individuelle Gesichtsproportionen. Ein guter Vokuhila ist heute weniger extrem als das Original, aber immer noch erkennbar.
Ein häufiger Fehler ist die Vernachlässigung der Hinterkopfpartie. Viele Kunden wollen nur “kurz vorne, lang hinten”, ohne die Stufen im Nacken zu berücksichtigen. Dabei ist genau diese Stufung entscheidend für den typischen Look. Ein erfahrener Friseur wird daher immer auf die Haarstruktur und den Haaransatz achten.
Die Kosten für einen Vokuhila-Schnitt variieren stark. In Großstädten kann ein Friseurbesuch zwischen 50 und 100 Euro kosten, je nach Salon und Aufwand. Wer ein günstigeres Angebot sucht, findet oft in Ausbildungssalons gute Ergebnisse zu reduzierten Preisen.
Zeitstrahl: Die wichtigsten Momente des Damen-Vokuhila
Die Geschichte des Vokuhila bei Damen lässt sich in Etappen erzählen. In den 1970er Jahren experimentierten erste Punks und Künstlerinnen mit dem Schnitt. 1982 erschien das Album “Thriller” von Michael Jackson, das den Vokuhila endgültig populär machte – auch wenn es sich um einen Männerschnitt handelte.
Frauen wie die Sängerin Joan Jett trugen den Stil in den 1980er Jahren mit Lederjacke und E-Gitarre. In Deutschland wurde der Vokuhila durch Fernsehserien wie “Ein Fall für zwei” bekannt, wo er oft mit Krimi-Autoren assoziiert wurde. In den 1990er Jahren galt der Schnitt als unmodern, bis ihn Stars wie Rihanna in den 2010ern wieder aufgriffen.
Seit 2020 ist der Vokuhila bei Damen wieder vermehrt auf Modenschauen zu sehen. Designer wie Marc Jacobs zeigten Modelle mit modernen Interpretationen des Schnitts. Auch auf Social-Media-Plattformen wie Instagram und TikTok finden sich unzählige Tutorials, die den Stil neu interpretieren.
Ein Blick auf die Entwicklung zeigt: Der Vokuhila ist mehr als eine Frisur. Er spiegelt gesellschaftliche Strömungen wider – von Rebellion bis Retro-Nostalgie. Ob er sich dauerhaft etabliert oder nur ein kurzes Comeback feiert, bleibt abzuwarten.
Frequently Asked Questions
Wann entstand der Vokuhila ursprünglich?
Der Vokuhila entstand in den 1970er Jahren in Australien, wo er zunächst von Arbeitern und Sportlern getragen wurde. International bekannt wurde er durch Musiker wie David Bowie und später durch Popkultur-Ikonen der 1980er Jahre.
Was kostet ein Vokuhila-Schnitt beim Friseur?
Die Preise variieren je nach Salon und Stadt. In Deutschland liegen die Kosten für einen Damen-Vokuhila in der Regel zwischen 40 und 100 Euro. In günstigeren Salons oder bei Aktionen kann es auch weniger sein.
Ist der Vokuhila heute noch im Trend?
Ja, der Vokuhila erlebt seit einigen Jahren ein Comeback, besonders bei jungen Frauen. Er wird oft modern interpretiert, mit weichen Übergängen und individuellen Anpassungen an Gesichtsform und Haartyp.
Wer waren die bekanntesten Frauen mit Vokuhila?
Zu den bekanntesten Frauen mit Vokuhila zählen Sängerinnen wie Pat Benatar und Joan Jett in den 1980er Jahren. In jüngerer Zeit haben Stars wie Rihanna und Miley Cyrus den Schnitt populär gemacht.
Gibt es Kontroversen um den Vokuhila?
Der Vokuhila war oft Gegenstand von Spott und wurde mit bestimmten Klischees verbunden. Heute wird er jedoch als modisches Statement akzeptiert. Es gibt keine bestätigten Kontroversen, nur unterschiedliche Geschmäcker.
